Barrierefreie Kommunikation: einfache Sprache + Struktur + Alternativtext
Eine digitale Nachricht ist barrierefrei, wenn sie eine klare Struktur, aussagekräftige Links, eine gut lesbare Formatierung, Alternativtexte und einfache Sprache verwendet; die Prüfungsfalle besteht darin, Barrierefreiheit als optionale Verschönerung statt als grundlegende Anforderung zu betrachten.
Diese Seite anhören (Beta)
Barrierefreie Kommunikation bedeutet, Ihre Nachricht so zu gestalten, dass alle Menschen sie verstehen können, einschließlich Personen, die Screenreader verwenden oder kognitive Beeinträchtigungen haben. Schreiben Sie bei einem Link beispielsweise statt „Hier klicken“ besser „Bericht über Klimadaten herunterladen“, damit das Linkziel auch ohne Kontext verständlich ist. Einfache Sprache vermeidet unnötige Fachbegriffe, wenn ein gebräuchliches Wort ausreicht, und Struktur bedeutet, Überschriften, Aufzählungspunkte und kurze Absätze zur Gliederung des Textes zu verwenden. Alternativtexte beschreiben Bilder für Menschen, die sie nicht sehen können. Daher ist „Diagramm zum vierteljährlichen Umsatzwachstum“ besser als lediglich „Bild“.
Ein häufiger Prüfungstrick besteht darin, eine Nachricht mit einem unklaren Link wie „Mehr erfahren“ zu zeigen und zu fragen, ob sie barrierefrei ist. Die Antwort lautet nein, weil der Link sein Ziel nicht beschreibt. Ein weiterer Trick ist ein dichter Textblock ohne Überschriften; diesen sollten Sie als nicht barrierefrei einstufen. Um Fehler schnell zu erkennen, prüfen Sie, ob jeder Link mit einem Verb beginnt, das erkennen lässt, was als Nächstes geschieht, und ob bei einem Bild der Alternativtext fehlt. Achten Sie außerdem auf Formatierungen, bei denen eine Bedeutung ausschließlich durch Farbe vermittelt wird, etwa roter Text für „dringend“, da farbenblinde Nutzerinnen und Nutzer dies möglicherweise nicht erkennen.
Verwenden Sie als Merkhilfe für die fünf Elemente das Kürzel „PLSA“ – Plain language (einfache Sprache), Links descriptive (aussagekräftige Links), Structure clear (klare Struktur), Alt text present (Alternativtext vorhanden). Wenn Ihnen in einer Frage eine digitale Nachricht begegnet, gehen Sie PLSA gedanklich durch: Fehlt ein Bestandteil, ist die Nachricht nicht vollständig barrierefrei. So betrachten Sie Barrierefreiheit nicht als bloße Zusatzoption, sondern als konkrete Checkliste, die Sie in Sekundenschnelle anwenden können.
Was macht eine digitale Nachricht barrierefreier?
Eine klare Struktur, aussagekräftige Links, gut lesbare Formatierung, bei Bedarf Alternativtexte und eine verständliche Sprache.