Digitales Wohlbefinden: mehr als nur Begrenzungen der Bildschirmzeit
Digitales Wohlbefinden im Sinne von DigComp bedeutet, Technologie so zu nutzen, dass körperliche und psychische Gesundheit, Sozialleben und Aufmerksamkeit geschützt werden – und nicht nur die Bildschirmzeit zu reduzieren.
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Digitales Wohlbefinden umfasst in DigComp vier unterschiedliche Bereiche: körperliche Gesundheit, etwa Körperhaltung und Augenbelastung, psychische Gesundheit, beispielsweise Stress durch ständige Benachrichtigungen, Sozialleben, also die Pflege realer zwischenmenschlicher Beziehungen, und Aufmerksamkeit, das heißt die Vermeidung manipulativer Gestaltung, die Abhängigkeit erzeugt. Ein häufiger Fehler besteht darin, digitales Wohlbefinden auf die Begrenzung der Bildschirmzeit zu reduzieren. Der Rahmen schließt jedoch ausdrücklich Ergonomie, einen bewussten Umgang mit Benachrichtigungen und das Widerstehen gegen Dark Patterns ein. Das Deaktivieren von Benachrichtigungen ist beispielsweise eine Maßnahme für das Wohlbefinden, die Aufmerksamkeit und psychische Gesundheit schützt, und nicht nur ein Trick zum Zeitsparen.
Um Fallen zu vermeiden, denken Sie daran, dass Maßnahmen für das Wohlbefinden mindestens einen der vier Bereiche betreffen müssen. Wenn eine Antwort nur Bildschirmpausen nennt, ist sie unvollständig. Ein nützlicher Ausschlusstrick: Jede Antwortmöglichkeit, die ausschließlich die körperliche Gesundheit erwähnt, etwa Augenübungen, lässt die psychischen und sozialen Dimensionen außer Acht. Ein weiterer Hinweis: Manipulative Gestaltung, beispielsweise unendliches Scrollen oder automatische Wiedergabe, stellt eine Gefahr für das Wohlbefinden dar, weil sie die Aufmerksamkeit vereinnahmt – deshalb ist es entscheidend, sie als Teil des digitalen Wohlbefindens zu erkennen. Verwechseln Sie Wohlbefinden nicht mit digitaler Kompetenz oder Sicherheit; dies sind getrennte Bereiche von DigComp.
Fragen Sie sich zum Selbsttest: Schützt diese Maßnahme die körperliche Gesundheit, die psychische Gesundheit, das Sozialleben oder die Aufmerksamkeit? Deckt sie zwei oder mehr Bereiche ab, handelt es sich wahrscheinlich um eine Maßnahme für das Wohlbefinden. Eine kurze Gedächtnisstütze: Denken Sie bei den vier Säulen an „Körper, Geist, Menschen, Fokus“ – jede Säule muss berücksichtigt werden. Wenn in einer Prüfungsfrage beschrieben wird, dass sich jemand durch ständige Benachrichtigungen ausgelaugt fühlt, ist dies ein Problem des Wohlbefindens und nicht des Zeitmanagements.
Was umfasst digitales Wohlbefinden im Rahmen von DigComp?
Die Nutzung von Technologie auf eine Weise, die die körperliche und psychische Gesundheit, das Sozialleben und die Aufmerksamkeit schützt.