Kap. 7 Erstellen, Bearbeiten und Wiederverwenden digitaler Inhalte Konzept 255 Wörter

Maschinenlesbare Inhalte: warum eine eingescannte Tabelle in der Prüfung durchfällt

Maschinenlesbare Inhalte können durchsucht, indexiert, übersetzt, umgewandelt und mit unterstützenden Werkzeugen geprüft werden; die Prüfungsfalle besteht darin, ein gescanntes Bild mit strukturiertem Text zu verwechseln.

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Maschinenlesbare Inhalte sind Daten, die Software direkt interpretieren kann – denken Sie etwa an eine eingegebene Tabelle in einem Word-Dokument im Gegensatz zu einem Foto derselben Tabelle in einer PDF-Datei. Das Foto ist lediglich ein Bild; Sie können weder nach einer Zahl suchen noch eine Zelle kopieren oder die Zeilen von einem Screenreader vorlesen lassen. Strukturierter Text hingegen ermöglicht es Ihnen, jedes Wort zu indexieren, das gesamte Dokument zu übersetzen, es in eine Tabellenkalkulation umzuwandeln und Barrierefreiheitsprüfungen durchzuführen. Der zentrale Vorteil besteht darin, dass Maschinen die Inhalte verarbeiten und nicht nur anzeigen können.

Ein häufiger Trick bei Fragen zu digitalen Kompetenzen besteht darin, eine gescannte Rechnung oder einen Screenshot eines Diagramms zu zeigen und zu fragen, ob diese maschinenlesbar sind. Die Antwort lautet nein – es sei denn, das Dokument wurde einer optischen Zeichenerkennung (OCR) unterzogen und als auswählbarer Text gespeichert. Ein weiterer Hinweis: Wenn Sie einzelne Wörter markieren und kopieren können, ist der Inhalt maschinenlesbar; wenn Sie nur das gesamte Bild kopieren können, ist er es nicht. Denken Sie auch daran, dass unterstützende Werkzeuge wie Screenreader auf maschinenlesbaren Text angewiesen sind. Eine PDF-Datei, die lediglich aus einer Reihe gescannter Seiten besteht, erfüllt daher die Barrierefreiheitsstandards nicht.

Stellen Sie sich zur Selbstkontrolle vor, Sie erhalten eine PDF-Datei mit einem handschriftlich ausgefüllten Formular. Fragen Sie sich: Kann ein Suchwerkzeug darin das Wort „Gesamtsumme“ finden? Falls nicht, ist das Dokument nicht maschinenlesbar. Eine schnelle gedankliche Prüfung: Sieht der Inhalt wie ein Foto aus, ist er wahrscheinlich nicht maschinenlesbar; sieht er wie ein bearbeitbares Dokument aus, ist er es wahrscheinlich.

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