Reaktion auf Deepfakes: der 48 Stunden vor der Wahl veröffentlichte Audioclip
Prüfen Sie die Herkunft, die Originalquelle, unabhängige Bestätigungen und die Bewertung durch Faktenprüfer; die Prüfungsfalle besteht darin, aufgrund emotional erzeugter Dringlichkeit zu handeln, bevor die Echtheit überprüft wurde.
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Wenn kurz vor einer Wahl ein schockierender politischer Audioclip auftaucht, möchten Sie ihn möglicherweise instinktiv teilen oder emotional darauf reagieren. Halten Sie stattdessen inne und prüfen Sie vier Dinge: die Herkunft – woher stammt er? –, die Originalquelle – handelt es sich um ein bekanntes, glaubwürdiges Medium? –, unabhängige Bestätigungen – berichten andere unabhängige Quellen dasselbe? – und ob vertrauenswürdige Faktenprüfer ihn bereits bewertet haben. Emotional erzeugte Dringlichkeit ist eine bewusste Manipulationstaktik; der Clip soll Ihr kritisches Denken umgehen. Im Unterschied dazu würden Sie eine alltägliche Meldung normalerweise nur überprüfen, wenn Ihnen etwas daran merkwürdig erschiene. Hier erfordert die große Tragweite jedoch sofortige Skepsis.
Ein hilfreicher Trick ist, sich zu fragen: „Würde ich das teilen, wenn ich wüsste, dass es gefälscht ist?“ Lautet die Antwort nein, warten Sie mit dem Teilen, bis Sie den Clip überprüft haben. Ein weiterer Ausschlusstrick besteht darin, auf verräterische Manipulationsmerkmale zu achten, etwa unnatürliche Pausen, nicht übereinstimmende Lippenbewegungen oder eine Tonaufnahme, die zu klar oder zu verzerrt klingt. In einem Prüfungsszenario besteht die Falle darin, dass Sie sich aufgrund der scheinbaren Dringlichkeit dazu verleiten lassen könnten, auf den Inhalt des Clips zu reagieren. Denken Sie stattdessen daran, dass Faktenprüfer solche Clips häufig innerhalb weniger Stunden widerlegen; ihre Websites zu prüfen, ist ein schneller und zuverlässiger Schritt.
Stellen Sie sich zur Selbstprüfung vor, der Clip handele von einer Kandidatin oder einem Kandidaten, die oder den Sie nicht mögen. Würden Sie ihn trotzdem überprüfen? Wenn Ihre Antwort ja lautet, wenden Sie die richtige Skepsis an. Eine knappe Gedächtnisstütze lautet: „Herkunft, Quelle, Bestätigung, Faktenprüfer – in dieser Reihenfolge.“ Diese Abfolge zwingt Sie dazu, langsamer vorzugehen und nachzudenken, bevor Sie reagieren – genau das wird in der Prüfung erwartet.
48 Stunden vor einer Wahl taucht ein schockierender politischer Audioclip auf. Was sollten Sie zuerst prüfen?
Die Herkunft, die Originalquelle, unabhängige Bestätigungen und ob vertrauenswürdige Faktenprüfungsstellen den Clip bewertet haben.