Klären Sie den Bedarf, bevor Sie suchen
Klären Sie den Informationsbedarf, bevor Sie Schlüsselwörter oder Tools auswählen; die Falle besteht darin, eine ungenaue Suchanfrage direkt in eine Suchmaschine einzugeben.
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Suchabsicht bedeutet, genau festzulegen, was Sie benötigen, bevor Sie eine Tastatur berühren. Statt „EU-Klimarecht“ einzugeben und auf einen passenden Treffer zu hoffen, fragen Sie sich: Suche ich nach einer Verordnung, einem Gerichtsurteil oder einem politischen Vorschlag? Benötige ich die neueste Fassung oder die ursprüngliche Fassung von 2010? Geht es um EU-weite Vorschriften oder nur um einen Mitgliedstaat? Eine präzise Frage wie „Welche aktuelle EU-Verordnung gilt für die CO₂-Emissionen neuer Personenkraftwagen in der 2023 geänderten Fassung?“ ist einer unklaren Frage stets überlegen, weil sie dem Suchwerkzeug genau mitteilt, was es abrufen soll.
Ein hilfreicher Trick besteht darin, vor der Eingabe gedanklich vier Filter durchzugehen: Umfang (weit oder eng?), Zeitraum (letztes Jahr oder letztes Jahrzehnt?), Quellenart (amtliches Dokument, Nachrichtenartikel, wissenschaftliche Veröffentlichung?) und Rechtsraum (EU, national, international?). Wenn Sie bemerken, dass Sie einen langen, weitschweifigen Satz eingeben, halten Sie inne und formulieren Sie ihn als eine einzige Frage um. Ein weiterer Ausschlusstrick: Wenn eine Multiple-Choice-Antwort „zuerst Schlüsselwörter bei Google eingeben“ lautet, ist sie fast immer falsch – der erste Schritt besteht immer darin, den Bedarf zu klären.
Um sich dies einzuprägen, denken Sie an die „Vier-Filter-Pause“: Prüfen Sie vor dem Drücken der Eingabetaste still Umfang, Datum, Quelle und Rechtsraum. Wenn Sie Ihren Bedarf in einem klaren Satz formulieren können, sind Sie bereit für die Suche. Andernfalls raten Sie nur.
Was ist der erste Schritt bei einer effektiven digitalen Suche?
Klären Sie den Informationsbedarf, bevor Sie Schlüsselwörter oder Hilfsmittel auswählen.