Kap. 13 Grundlagen des computergestützten Denkens und Programmierens Konzept 280 Wörter

Mustererkennung: Wiederholungen erkennen, Regeln entwickeln

Erkennen Sie wiederkehrende Strukturen, um eine wiederverwendbare Regel zu entwickeln, anstatt lediglich Einzelfälle auswendig zu lernen.

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Mustererkennung bedeutet, mehrere Beispiele zu betrachten und festzustellen, dass darin immer wieder dieselbe Struktur vorkommt. In einer Tabellenkalkulation könnten Sie beispielsweise erkennen, dass jede Rechnung demselben Aufbau folgt: Kundenname, Datum, Artikelliste, Gesamtbetrag. Statt jede Rechnung als eigenständiges Rätsel zu behandeln, erkennen Sie das wiederkehrende Muster und entwickeln eine Vorlage oder Formel, die für alle Rechnungen funktioniert. Entscheidend ist die Abgrenzung: Bei der Mustererkennung wird aus konkreten Einzelfällen eine allgemeine Regel abgeleitet; es geht nicht darum, sich die Einzelfälle selbst einzuprägen. Wenn Sie lediglich einzelne Fälle abrufen, ohne den gemeinsamen Zusammenhang zu erkennen, handelt es sich um einfaches Auswendiglernen und nicht um Mustererkennung.

Ein hilfreicher Trick besteht darin, sich zu fragen: „Was bleibt bei diesen Beispielen gleich?“ Wenn die Antwort eine Abfolge von Schritten oder eine Datenstruktur ist, haben Sie ein Muster erkannt. Achten Sie beim Ausschlussverfahren auf Antwortoptionen, die einen einzelnen Fall ausführlich beschreiben – sie sind Fallen, denn bei der Mustererkennung geht es um die Wiederholung und nicht um den Einzelfall. Ein weiterer Hinweis: Wenn Ihnen in einer Frage eine Aufgabenliste vorgelegt und gefragt wird, welche Fähigkeit benötigt wird, ist Mustererkennung diejenige, mit der Sie einen wiederverwendbaren Prozess entwickeln können, anstatt nur das unmittelbare Problem zu lösen. Eine Namensliste alphabetisch zu sortieren ist beispielsweise eine einmalige Aufgabe; zu erkennen, dass Sie stets zuerst nach dem Nachnamen sortieren, ist hingegen Mustererkennung.

Nehmen Sie für eine schnelle Selbstkontrolle drei ähnliche Elemente aus Ihren Lernnotizen und versuchen Sie, eine einzige Regel zu formulieren, die alle drei abdeckt. Wenn Ihnen das gelingt, haben Sie Mustererkennung angewandt. Wenn nicht, betrachten Sie jedes Element noch immer isoliert. Diese kompakte Prüfung – drei Elemente, eine Regel – ist der schnellste Weg, um festzustellen, ob Sie das Konzept verstanden haben.

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Was können Sie mithilfe der Mustererkennung tun?

Wiederkehrende Strukturen erkennen, sodass eine wiederverwendbare Regel oder ein wiederverwendbarer Prozess entwickelt werden kann.

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