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Teil 1 · Testlogik und Punkteökonomie

1. Was das numerische Denken bei EPSO misst

Beim numerischen Denken von EPSO handelt es sich nicht um einen Buchhaltungstest. Geprüft wird, ob Sie numerische Daten interpretieren, relevante Informationen auswählen und unter Zeitdruck eine richtige Entscheidung treffen können.

Überblick

Beim numerischen Denken von EPSO handelt es sich nicht um einen Buchhaltungstest. Geprüft wird, ob Sie numerische Daten interpretieren, relevante Informationen auswählen und unter Zeitdruck eine richtige Entscheidung treffen können.

Grundgedanke

Laut der offiziellen EPSO-Testbeschreibung werden beim numerischen Denken das logische Denkvermögen und die Interpretation numerischer Daten bewertet. In der Praxis werden langwierige Berechnungen nur selten belohnt. Entscheidend ist vielmehr, dass Sie den richtigen Nenner, die richtige Einheit, den richtigen Zeitraum, die richtige Vergleichsbasis oder den richtigen visuellen Zusammenhang wählen, bevor Sie zum Taschenrechner greifen.

Die besten Kandidatinnen und Kandidaten versuchen nicht, im weitesten Sinne „gut in Mathematik“ zu sein. Sie entwickeln ein kleines Betriebssystem:

  • Was wird gefragt?
  • Welche Zeile, Spalte, welches Jahr, welche Gruppe oder Kategorie ist relevant?
  • Was ist der Nenner?
  • Wird nach einem absoluten Wert, einem Prozentsatz, einer Differenz in Prozentpunkten, einem Verhältnis, einem Durchschnitt oder einer Rangfolge gefragt?
  • Ermöglichen die Antwortmöglichkeiten eine Schätzung?

Die meisten Fehler entstehen vor der eigentlichen Berechnung. Eine Kandidatin oder ein Kandidat liest „Anstieg von 2022 auf 2024“, verwendet aber 2024 als Basis. Jemand anderes sieht „Anteil an der Gesamtsumme“, teilt jedoch durch eine einzelne Kategorie. Oder die Werte sind in Millionen und die Bevölkerungszahlen in Tausenden angegeben, werden aber als identische Größenordnungen behandelt.

Leseregel für die Prüfung

Betrachten Sie jede Aufgabe als eine Dateninterpretation, an die sich eine kleine Berechnung anschließt. Lesen Sie zuerst die Fragestellung. Bestimmen Sie genau, worum es geht. Sehen Sie sich anschließend nur den benötigten Teil der Tabelle oder des Diagramms an. Enthält eine Tabelle sechs Länder, vier Jahre und drei Indikatoren, werden für die Frage in der Regel nur zwei oder drei Zellen benötigt.

Übungsansatz

Bei guten Übungsfragen stehen die Daten und das richtige Ergebnis fest, bevor die Formulierung sprachlich ausgefeilt wird. Dies entspricht der Fähigkeit, die Sie in der Prüfung benötigen: Trennen Sie die Mathematik von der Sprache. Wenn die Aufgabenbeschreibung kompliziert erscheint, reduzieren Sie sie auf Zielgröße, Zellen, Rechenoperation und Einheit.

Übung

Öffnen Sie eine beliebige Aufgabe zum numerischen Denken und decken Sie die Antwortmöglichkeiten ab. Schreiben Sie eine Zeile mit folgenden Angaben:

  • Zielgröße
  • relevante Zellen
  • Rechenoperation
  • erwartete Einheit

Decken Sie anschließend die Antwortmöglichkeiten auf. Wenn Ihre Angaben in dieser einen Zeile falsch waren, lag das Problem beim Lesen oder beim Rechenansatz, nicht bei der Berechnung.

Praxis mit aktuellen Fragen

Absolvieren Sie den Mini-Test mit fünf Fragen.

Arbeiten Sie, ohne die Korrektur zu öffnen. Planen Sie bewusst zwei Minuten pro Frage ein.

Praxis mit aktuellen Fragen

5 Aktuelle Fragen

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Praxisnahes Übungsszenario

Aus 131 echten Fragen ausgewählt

Schwierigkeitsgrad 1/3 2 min

Wie viel Prozent der Gesamtzahl der Studierenden entfallen laut der obigen Tabelle auf den Studienbereich „Sozialwissenschaften und Recht“?

Die richtige Antwort bleibt verborgen, bis Sie Ihre Antwort absenden.