Kap. 9 Schutz von Geräten und Netzwerken Szenario 270 Wörter

Phishing-Hinweis: Dringlichkeit + Anmeldeaufforderung = Stopp

Klicken Sie nicht, sondern überprüfen Sie die Nachricht über einen separaten vertrauenswürdigen Kanal oder geben Sie die Ihnen bekannte Adresse manuell ein. Die Prüfungsfalle besteht darin, dass auch ein realistisch wirkender Link zu einer Rechnung gefälscht sein kann.

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Der Grundgedanke ist einfach: Jede E-Mail, die Sie zu sofortigem Handeln drängt und zur Eingabe von Anmeldedaten auffordert, ist mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Phishing-Versuch. Seriöse Organisationen verlangen nur selten dringende Anmeldungen über Links in E-Mails. Demgegenüber steht eine gewöhnliche E-Mail zum Zurücksetzen des Passworts von Ihrer eigenen IT-Abteilung, die Sie gefahrlos ignorieren können, bis Sie den Vorgang selbst einleiten. Die Gefahr liegt in einem gefälschten Rechnungslink, der genauso aussieht wie ein echter, jedoch zu einer betrügerischen Anmeldeseite führt, die Ihre Zugangsdaten stehlen soll.

Um solche Fallen zu erkennen, prüfen Sie zunächst sorgfältig die E-Mail-Adresse des Absenders – Phishing-Betrüger verwenden häufig ähnlich aussehende Domains wie „amaz0n.com“ anstelle von „amazon.com“. Bewegen Sie zweitens den Mauszeiger über einen Link, ohne ihn anzuklicken, um die tatsächliche URL anzuzeigen; stimmt diese nicht mit der angeblichen Website überein, löschen Sie die E-Mail. Denken Sie drittens daran, dass seriöse Abrechnungssysteme nur selten Anmeldeaufforderungen per E-Mail versenden; sie weisen Sie an, sich auf ihrer offiziellen Website anzumelden. Wenn Sie unsicher sind, öffnen Sie einen neuen Browser-Tab und geben Sie die Ihnen bekannte Adresse selbst ein, anstatt einen Link in der Nachricht zu verwenden.

Ein kurzer gedanklicher Test: Wenn die E-Mail ein falsches Gefühl der Dringlichkeit erzeugt und zu einer Anmeldung auffordert, behandeln Sie sie als verdächtig, bis ihre Echtheit bewiesen ist. Stellen Sie sich beispielsweise vor, Sie erhalten eine E-Mail mit dem Hinweis: „Ihr Konto wird gesperrt, wenn Sie es nicht sofort verifizieren.“ Das ist ein klassisches Phishing-Signal. Am sichersten ist es stets, die Behauptung über einen separaten Kanal zu überprüfen, etwa indem Sie das Unternehmen direkt anrufen oder sich über eine als Lesezeichen gespeicherte URL anmelden.

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