Kap. 6 Netiquette und digitale Identität Terminologie 280 Wörter

Pseudonymisierung: keine Anonymität, sondern nur eine Maske

Pseudonymisierung im Sinne der GDPR bedeutet, dass Daten ohne zusätzliche Informationen keiner Person zugeordnet werden können; sie sind jedoch nicht anonym, wenn eine erneute Identifizierung weiterhin möglich ist.

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Bei der Pseudonymisierung werden identifizierende Angaben wie Namen durch Codes oder Token ersetzt, sodass anhand der Daten allein keine bestimmte Person ermittelt werden kann. Entscheidend ist der Unterschied zur Anonymisierung: Bei anonymisierten Daten werden sämtliche Identifikatoren dauerhaft entfernt, wodurch eine erneute Identifizierung unmöglich wird, während pseudonymisierte Daten weiterhin eine verborgene Verknüpfung enthalten. Gemäß Artikel 4 Absatz 5 der GDPR verringert die Pseudonymisierung das Risiko, nimmt die Daten jedoch nicht aus dem Anwendungsbereich der Verordnung heraus – sie bleiben personenbezogene Daten, da die ursprüngliche Identität mithilfe gesondert aufbewahrter zusätzlicher Informationen rekonstruiert werden kann.

Um den Unterschied in einer Prüfung zu erkennen, sollten Sie daran denken, dass die Pseudonymisierung von ihrem Konzept her umkehrbar ist, während die Anonymisierung unumkehrbar ist. Ein häufiger Trick besteht darin, in der Frage auf Formulierungen wie „ohne zusätzliche Informationen“ zu achten: Wenn eine Reidentifizierung mithilfe zusätzlicher Daten möglich ist, handelt es sich um Pseudonymisierung und nicht um Anonymität. Ein weiterer Hinweis: Pseudonymisierung wird häufig für Forschungs- oder Analysezwecke eingesetzt, weil sie das Risiko verringert; die Verantwortlichen müssen den getrennt aufbewahrten Schlüssel jedoch weiterhin schützen. Wenn in einem Szenario das „Hashing“ oder die „Verschlüsselung“ personenbezogener Daten erwähnt wird, handelt es sich typischerweise um Pseudonymisierung und nicht um eine vollständige Anonymisierung.

Ein schneller gedanklicher Test: Wenn der Verantwortliche eine separate Zuordnungstabelle oder einen Schlüssel aufbewahrt, um Codes wieder mit Personen zu verknüpfen, handelt es sich um Pseudonymisierung. Verknüpfen Sie für die Prüfung das Wort „pseudo“ (falsch) mit „Maske“: Die Daten tragen eine Maske, die jedoch abgenommen werden kann. Stellen Sie dem „anonym“ (namenlos) gegenüber, wo es keine Maske gibt. Diese Unterscheidung kommt häufig in Fragen zur Einhaltung der GDPR vor. Prüfen Sie daher stets, ob eine Reidentifizierung weiterhin möglich ist.

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Was ist Pseudonymisierung gemäß der DSGVO?

Die Verarbeitung personenbezogener Daten in einer Weise, dass sie ohne zusätzliche Informationen keiner Person zugeordnet werden können.

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