Warum öffentliche AI-Tools die Vertraulichkeit gefährden
Das Einfügen sensibler Fallinformationen in ein öffentliches AI-Tool birgt ein Offenlegungsrisiko, da die Eingaben möglicherweise auf eine Weise verarbeitet, gespeichert, überprüft oder verwendet werden, die mit den Vertraulichkeitsvorschriften unvereinbar ist. Die Annahme, Einstellungen wie „temporär“ oder „privater Chat“ böten echten Schutz, ist ein häufiger Fehler.
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Wenn Sie sensible Fallinformationen in ein öffentliches AI-Tool einfügen, verlieren Sie die Kontrolle über diese Daten. Der Anbieter des Tools kann Ihre Eingaben möglicherweise ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung verarbeiten, speichern, überprüfen oder sogar zum Trainieren künftiger Modelle verwenden. Anders als bei einem internen, verschlüsselten System, in dem die Daten innerhalb Ihrer Organisation verbleiben, behandelt ein öffentliches AI-Tool Ihre Eingaben als Teil seines globalen Datensatzes, wodurch sie Dritten oder über künftige Abfragen zugänglich werden können. Dies verstößt unmittelbar gegen Vertraulichkeitsvorschriften, nach denen Sie Falldetails vor unbefugtem Zugriff schützen müssen.
Um diese Falle zu vermeiden, prüfen Sie stets, ob das Tool von Ihrer Organisation für den Umgang mit sensiblen Daten zugelassen ist. Ist dies nicht der Fall, behandeln Sie es wie einen öffentlichen Raum. Ein hilfreicher Kniff besteht darin, sich zu fragen: „Würde ich das in einem öffentlichen Forum veröffentlichen?“ Lautet die Antwort nein, fügen Sie es nicht in das AI-Tool ein. Ein weiterer Hinweis für das Ausschlussverfahren: Wenn in einem Szenario von einem „temporären Chat“ oder „privaten Modus“ die Rede ist, bedenken Sie, dass diese Einstellungen Ihre Unterhaltung häufig nur vor anderen Nutzern verbergen, nicht aber vor den Backend-Systemen des Anbieters. Schwärzen oder anonymisieren Sie Daten nur, wenn Sie sicher sind, dass das Tool selbst sicher ist, und befolgen Sie selbst dann die offiziellen Vorgaben zum Umgang mit Daten.
Eine kompakte Möglichkeit, Ihr Verständnis zu prüfen: Stellen Sie sich vor, Sie erhalten eine Fallakte mit dem Namen und der Anschrift einer Person. Wenn Sie diese in einen kostenlosen Online-AI-Chatbot einfügen, haben Sie die personenbezogenen Daten dieser Person gerade an einen Dritten weitergegeben. Die Regel ist einfach: Steht das Tool nicht auf der Liste der von Ihrer Organisation zugelassenen Tools, geben Sie dort keinerlei sensible Informationen ein.
Warum sollten Sie sensibles Fallmaterial nicht in ein öffentliches AI-Tool eingeben?
Eingaben können auf eine Weise verarbeitet, gespeichert, überprüft oder verwendet werden, die mit den Vertraulichkeitsvorschriften unvereinbar ist.